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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 



Ausflug nach Crottendorf zur Hofkäserei Fritzsch





Am 20.12.13 trafen wir uns 9 Uhr in Crottendorf an der Hofkäserei Fritzsch.
Wir bekamen wunderbares Frühstück mit verschiedenstem Käsesorten, eine Führung von Frau Fritzsch durch die Käserei und anschließend die Besichtigung des Hofes vom Chef persönlich.

Die Familie bewirtschaftet den Hof seit 1595 nunmehr in der 10. Generation. Die Grundvoraussetzung für wohlschmeckende Produkte ist die hochwertige Milch aus dem eigenen Produktionsbetrieb.

Die Hofkäserei ist die im Westerzgebirge höchst gelegene Käserei. Hier werden verschiedene Käsespezialitäten Großteils aus Zutaten vom eigenen Hof hergestellt. Dabei werden nur natürliche Zutaten verwendet und auf Farbstoffe oder andere chemische Zusatzstoffe verzichtet.
Der Hof hat eine 137ha große Fläche, auf dem ca.66 Kühe und 60 Jungtiere leben. Es wird Getreide angebaut und Schweine stehen auch zum Schlachten zur Verfügung. Uns wurde genau erklärt wie Käse hergestellt und Kühe gemolken werden. Außerdem wurde uns erklärt was man alles machen muss, um Nachwuchs, also Kälber, zu bekommen. Es gibt einen Katalog mit Bullen.

Nach dem Besuch der Hofkäserei ging es um 11 Uhr weiter zu den „Crottendorfer Räucherkerzen“.

Als wir ankamen, zogen wir uns Schürzen an und uns wurde erklärt, wie man Räucherkerzen herstellt. Um 1966 wurden die Räucherkerzen in einer 10m² kleinen Wohnküche der Firmengründerin Freya Graupner hergestellt. In diesem Raum wurde der Teig gemischt, geknetet und die Räucherkerzen geformt, was per Hand geschah. Aus Holzkohle, Kartoffelmehl als Bindemittel, Sandelholz, Rotbuchenmehl und einigen anderen Zutaten zur leichten Entflammbarkeit wird bei der Herstellung der Räucherkerzen ein Rohbrei gemischt, dem nun noch der Duftstoff beigegeben wird.

Neben dem "Königspulver" Weihrauch werden auch andere Stoffe aus fernen, exotischen Ländern dem Kerzenbrei beigemengt, wie z.B. Lavendel. Danach werden aus diesem Rohbrei die Kerzen geformt, anschließend getrocknet und verpackt. Heute geschieht natürlich alles maschinell, doch wir haben sie nach „Altem Hause“ hergestellt. Wir konnten zwischen 4 Zutaten wählen und auch mischen: Weihrauch, Sandel, Zimt und Tannenduft.

Das war eine sehr klebrige Angelegenheit, doch durch die gemütliche Weihnachtsstimmung, mit Musik und Räucherduft, ging alles wie von allein.
Gegen 12:30 Uhr verabschiedeten wir uns. Es war ein sehr schöner Tag mit vielen interessanten Eindrücken.
Wir haben uns mit verschiedenen Räucherkerzen, frischen Käse und Milch bereichert und sind fröhlich in die Weihnachtsferien gegangen.

Lisa Woide ​Klasse SO12B