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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 



DIE FASZINATION DE(R)S GLÄSERNEN


Unser VBR Kurs 1 der Jahrgangsstufe 12 fuhr mit Fachlehrerin K. Harzer und Tutorin F. Möbius am Mittwoch, dem 18.12.2013, per Bahn nach Dresden.

Dort besuchten wir, um unsere Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre praktisch zu untersetzen, die Gläserne Manufaktur.
Ein BWL-Student, der sich als fachkundiger Guide ein paar dazu verdient, erklärte uns das Wunder der Technik in Form eines VW Phaeton Oberklassewagens.

über den gigantischen Eingangsbereich gelangten wir auf die Produktionsebenen des Luxusschlittens. Auf dem Weg dorthin stolperten wir ganz zufällig über einen original Horch, Baujahr 1936. Dieser wurde genau wie der neue Phaeton in Sachsen, damals in Zwickau, gefertigt. Die lange sächsische Automobiltradition ist einer der Gründe, warum die Gläserne Manufaktur ihren Standort in Dresden hat. Ein weiterer sind die kurzen Transportwege für die Einzelteile aus denen der Phaeton in Dresden Just in time zusammengesetzt wird. Die benütigen Teile werden, um die Dresdner Bevölkerung vor überflüssigem Autolüäm und Abgasen zu schonen, über das Straßenbahnnetz transportiert.

Nur die Karosserie, die zu groß für den Straßenbahntransport ist, wird per LKW aus dem VW-Werk Mosel angeliefert. Es handelt sich bei der VW-Manufaktur um eine Endmontagestätte. Das zeigt sich auch in dem Erscheinungsbild des Produktionsbereiches. Für eine Montagehalle ist sie nicht nur blitze blank sauber, sondern auch angenehm ruhig.

Auf einer Besucherplattform beobachteten wir wie auf wohnzimmertauglichem Echtholzparkett die zwischen 66.000,- bis ca. 180.000,-ü teuren Autos zusammen gebaut werden. Jeder Wagen, den man hier sehen kann, ist ein in Auftrag gegebenes Unikat, welches über drei miteinander verbundene Fertigungskreislüufe individuell montiert wird. über die Grundausstattung hinaus kann man sich unter anderem Massagesitze mit echt italienischem Lederüberzug und 18 verschiedenen Sitzpositionen, ein Belüftungssystem, das sich automatisch an die Umweltbedingungen anpasst und z.B. einen Kühlschrank einbauen lassen.

Fast jeder Kundenwunsch, egal ob es sich um Innenausstattung oder Lackfarbe handelt, kann hier realisiert werden. Frauen, die die Karosserie in ihrer Lieblingsnagellack- oder Handtaschenfarbe bestellen, sind hier keine Seltenheit. Den entsprechenden Aufpreis zahlt man bei solchem Luxus doch gerne! Danach werden die Phaetons auf die auf dem Gelünde befindliche Kontroll- und Teststrecke gebracht. Jeglicher Makel wird behoben. Ist das Auto getestet und wurde für einwandfrei erklürt, wird es entweder verpackt und verschickt oder wartet auf den Kunden im glüsernen Lagerturm. Den krünenden Abschluss unserer Tour bildete das Probesitzen und Ausprobieren verschiedener Luxus-Oberklasse-Fahrzeuge.

Den Rest des Tages erkundeten wir das immer wieder schüne Zentrum Dresdens, tätigten noch ein paar Weihnachtseinkäufe und schlenderten über den Striezelmarkt. Alle saßen gegen 18:00 Uhr wieder im Zug Richtung Heimat. Die Rück-, wie auch schon die Hinfahrt wurden zum regen Informationsaustausch und lustigen Spielen genutzt.

Bester Dinge, aber hundemüde, kamen wir wieder in Aue beziehungsweise in Schwarzenberg an.

Auch wenn unser Weg zum eigenen Phaeton noch lang ist, waren wir ihm wenigstens schon einmal sehr nahe gekommen! ☺