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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 



So ein Käse



Käse gibt's nur im Laden zu kaufen? Käse!

Am 01.07.2014 durften wir, die Klasse GN13B, den Vorgang der Käseherstellung im Biotechnologie-Unterricht am eigenen "Laib" erfahren.

Benötigt wurde dazu lediglich frische Milch, Lab und etwas Geduld. Zumindest für Frischkäse. Für halbfesten Schnittkäse und härteren ist viel Geduld nötig, da mehrere Monate Wartezeit bestehen, bis die jeweiligen Käsesorten gereift sind.

Deswegen versuchten wir uns mit der Unterstützung von Herrn Herr und Frau Thümmler in vier Gruppen an der Frischkäseherstellung. Die Frischmilch dafür wurde von einer netten Schülerin besorgt. Zuerst erhitzen wir die Milch in einem Topf auf 30 ° C. Danach wurden 40 Tropfen Lab hinzugegeben. Gleich darauf folgten die Gewürze unserer Wahl, um den Käse schmackhafter zu machen. Neben Oregano und Kümmel verwendeten wir auch frisches Gemüse in Form von Chili. Schließlich wurde alles für eine halbe Stunde lang stehen gelassen.

Um die Wartezeit zu verkürzen, verkosteten wir währenddessen schon gekauften Käse. Die Geschmacksnerven wurden mit Harzer, Gouda und Camembert verwöhnt. Zusätzlich werteten wir die Ergebnisse unserer Geschmackserlebnisse aus.

Diese wurden von "käsig" bis "süß" beschrieben. Damit vergingen die 30 Minuten schnell und wir versammelten uns wieder um unsere Kochtöpfe. Nun musste die eingedickte Milch aus einer Konsistenz von Wackelpudding "gebrochen", also geschnitten werden. Mit einem Messer zerteilten wir sie in Würfel mit ca. 2 cm Kantenlänge.

Anschließend wurde die Masse über ein Sieb abgegossen. Der Bruch verblieb im Sieb und sollte bis zum nächsten Tag im Kühlschrank bleiben. Am nächsten Morgen waren wir alle gespannt auf unseren eigenen Käse.

Bei der Verkostung am Folgetag mussten wir feststellen, dass wir ein bisschen zu viel an Gewürzen gespart hatten und unsere Frischkäse leicht süßlich schmeckten. Nichtdestotrotz wurde von allem probiert und Ideen für die Käseherstellung zu Hause gesammelt sowie Verbesserungsvorschläge zur Verfeinerung unseres Käses ausgetauscht.

Wir entschieden uns, den Käse in Olivenöl und Gewürzen einzulegen. Doch auch das ausgiebige einwöchige Bad in Öl und Kräutern veranlasste unseren Käse nicht, seinen Geschmack zu ändern. Anscheinend war das Mischungsverhältnis von Milch und Gewürzen bei der Zubereitung nicht ausgewogen.

Trotz alledem fand der ganze Käse seine Abnehmer.

Als Fazit bleibt, dass die vier Schulstunden, welche sich ausgiebig um Käse drehten und Theorie mit Praxis verknüpften, bei allen Schülern zu den Stunden gehörten, welche es ruhig öfter geben könnte.