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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 


GW15A+B in Zwickau



Die Epoche des Barocks und Informationen zu einem Studium an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau


... beides eigentlich Dinge, über die sich ein Jugendlicher in unserem Alter nicht tagtäglich Gedanken macht. Doch auf der Exkursion nach Zwickau am 30.11.2015 konnten uns beide Themen auf verschiedene Weise und interessante Art näher gebracht werden.
Mit der Deutschen Bahn AG gelangten wir Schüler der gesamten Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften mit unseren Lehrern des VBR- und Deutschunterrichtes, Frau Jahn, Frau Dr. Hofmann und Herrn Bonasky, in die Stadt Zwickau, wo wir uns in den einzelnen Klassenverbänden auf den Weg machten, sowohl die Ratsschulbibliothek als auch die Westsächsische Hochschule zu besuchen.

Für die Schüler der GW15 A stand erstere am Beginn der Veranstaltung. Sie zählt mit ihrer Ersterwähnung 1498 zu den ältesten öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands, stellt heute eine geisteswissenschaftliche Forschungs- und Bildungsstätte für Experten wie auch interessierte Laien dar und ist nicht nur für die regionalgeschichtliche, sondern auch internationale Forschung von großer Bedeutung. In einem auf mich sehr feierlich wirkenden antiken Lesesaal der Bibliothek nahmen wir um eine Art Konferenztisch in U-Form, der ebenfalls wie der gesamte Raum beeindruckend wirkte, Platz und durften von 9 Uhr an dem Vortrag des Rektors der Ratsschulbibliothek über die Epoche des Barocks lauschen.

Dr. Lutz Mahnke informierte uns in erfrischender und auch sehr unterhaltender Sprache über das Schulsystem, das Leben der Schüler, die Ehe und auch über Themen, die für die Stadt Zwickau selbst in dieser Zeit wichtig waren: die Pest und denKirchturmbrand von 1650. Die Literatur des Barocks brachte er uns erfolgreich durch Bilder, wertvoll aussehende Dokumente und alte Briefe aus dem derzeit ca. 250.000 Handschriften und Drucke umfassenden Bestand der Bibliothek wie auch mittels einiger amüsanter Textausschnitte aus dieser Zeit näher. Sein umfassendes Wissen und die Zusammenfassung der Motive in barocker Literatur waren eine sehr schöne Ergänzung zu unserem Deutschunterricht, da wir auch da zu diesem Zeitpunkt die Epoche des Barocks behandelten.

Da 11:30 Uhr in der Westsächsischen Hochschule im Stadtteil Eckersbach unsere zweite Veranstaltung beginnen sollte, machten wir uns nach Ende des Vortrages von Dr. L. Mahnke bald zu Fuß und mit der Straßenbahn auf den Weg dahin. Dort wurden wir herzlich von Frau Dr. Enger und einem im Prüfungssemester befindlichen und mithin erfahrenen Studenten, die uns auch später die Vorlesung halten sollten, begrüßt. Zu Beginn wurden uns die verschiedenen Hörsäle und auch die Hochschulbibliothek, welche mehrfach als eine der besten Fachhochschulbibliotheken Deutschlands ausgezeichnet worden sei, gezeigt.

Ein den meisten auch sicher im Gedächtnis gebliebenes Erlebnis war, dass uns dann erlaubt wurde, zusammen mit den anderen Studenten der Hochschule in der Mensa des Hauses zu Mittag zu essen, wodurch wir uns auch alle gleich selbst wie richtige Studenten fühlten. In einem kleinen Hörsaal beschäftigten wir uns aber bald wieder mit wirklich wichtigen Themen. Anschaulich wurden wir mit einer Powerpoint-Präsentation über zahlreiche Bereiche der Hochschule informiert. Die Westsächsische Hochschule bietet 50 verschieden Studiengänge in den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft und Lebensqualität, fundierte und gut strukturierte Bachelor- und Masterprogramme, aber auch die Möglichkeit, den traditionellen deutschen Diplomabschluss zu erwerben.

Weiter erfuhren wir, dass die Hochschule zu mehr als 80 Universitäten und Hochschulen auf der ganzen Welt Beziehungen unterhält, es Dualstudiengänge und auch die Möglichkeiten für ein Fernstudium gibt. Für Abwechslung neben dem Studienalltag sorgten zum Beispiel die drei Studentenklubs, das Hochschulsportzentrum und der Hochschulchor. Auch der Standort Zwickau und jährlich 1.000 Studierende aus knapp 50 Ländern, die sich entscheiden, an dieser Hochschule zu studieren, sprächen für sich und sie. Bekannt für ihre praktischen Projekte, steht das WHZ-Racing-Team stellvertretend für viele studentische Initiativen der Hochschule. Dabei entwickeln und vermarkten Studenten jedes Jahr einen neuen und natürlich selbstgebauten Rennwagen und messen sich in der Formula Student mit Teams aus ganz Europa.
Der sehr erfolgreiche Rennstall der Hochschule mitsamt einiger Rennwagen aus vergangenen Jahren wurde uns zum krönenden Abschluss von zwei dem Racing-Team angehörenden Studenten gezeigt und erläutert.

Der Ausflug war sowohl lehrreich als auch interessant. Er hat sich sehr gelohnt. Denn neben gutem Mensa-Essen und einer Menge Spaß, den der Tag gebracht hat, fuhren wir alle natürlich mit großem neuen Wissen und der eine oder andere vielleicht sogar mit Anregungen für seine persönliche Zukunft wieder mit der Deutschen Bahn AG nach Hause.

Sophie Unger GW15A des Beruflichen Gymnasiums der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften