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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 


Eine Woche dem Tod so nah!




Am Montag, 25.04.16 begann für uns Altenpfleger des 2. Ausbildungsjahres am BSZ Schneeberg die Projektwoche üSterben und Todü.

Einen emotionalen Einstieg gestalteten wir mit Blättern für einen Baum, auf den jeder seine Wünsche im Zusammenhang mit dem Sterben formulierte. Die wichtigen pflegerischen Aufgaben während der Sterbephasen konnte durch eine Besichtigung im Erzgebirgs Hospiz Erlabrunn abgerundet werden. Hier wurde auch die besondere Bedeutung eines Teams deutlich. Der Umgang mit Schmerz und die Ernährungs- und Flüssigkeitszufuhr standen am 2. Tag im Mittelpunkt.

Wir konnten vielfältige Varianten der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufbereitung wie z. B. „Schaumkost“ selbstständig herstellen und ausprobieren. Ein Highlight war dabei auch die Selbsterfahrung mit verschiedenen Mundpflegeprodukten. Die Seelsorgerin und Palliativstation des Helios- Klinikums Aue besuchten wir am Mittwoch. Hier erhielten wir umfassende Informationen zum Thema „Palliativ Care“ und Möglichkeiten zur Erfüllung der Patientenbedürfnisse unter Einbeziehung der Aromatherapie.

Ein Fachanwalt erweiterte am Donnertstag unseren juristischen Horizont zum Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“. Außerdem ermöglichte uns ein Bestatter einen Einblick in sein Aufgabengebiet und weckte unsere Neugierde auf die bevorstehende Exkursion ins Krematorium. Deshalb war die Spannung für den letzten Tag unsererseits besonders groß, da wir nur ahnten, was auf uns zukommt.

Die psychisch aufwühlende Woche steckte uns noch im Körper, als wir mit einem mulmigen Gefühl, dennoch interressiert die Pforten des Krematoriums betraten. Zu unserem Erstaunen erhielten wir Einblicke in den kompletten Prozess einer Feuerbestattung. Um die Situation der Hinterbliebenen nachzuempfinden zelibrierten wir ein noch weit verbreitetes Ritual das „Trauerbrot“ in einer Gaststätte.

Eine anstrengende und sinnvolle Woche ließen wir anschließend mit einem Klangabend im wahrsten Sinne des Wortes ausklingen.