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Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft
des Erzgebirgskreises, Schneeberg/Schwarzenberg
 


Wie Phönix aus der Asche


Angehende Hotelfachleute auf den Spuren der Geschichte von Bad – Schlema

Am Mittwoch, den 19.11.2019 traf sich die Klasse Ho17C am Eingang der Badelandschaft von Bad Schlema.

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Unsere Julia hatte in Eigeninitiative einen Tagesausflug organisiert.

Pünktlich 8 Uhr wurden wir von Frau Morgenroth, einer Mitarbeiterin, begrüßt. Mit entsprechenden Überziehern für unsere Straßenschuhe traten wir den Weg durch Bad und Saunalandschaft an. Frau Morgenroth erzählte uns, dass das Radiumbad Oberschlema 1920 das größte Radiumbad der Welt war.

Aus aller Welt kamen die Menschen mit ihren Beschwerden und suchten Heilung in Schlema. Dann kam der Krieg, und dann, bei Kriegsende, fand man in Schlema Uran. Das Unheil nahm seinen Lauf. Der Osten Deutschlands viel an Russland und kam in Größenordnungen für die Reparationsleistungen des 2.Weltkrieges auf. Unter der SDAG Wismut wurde in Schlema das unterste nach oben gekehrt. Ohne Rücksicht auf Verluste, wurde alles aus dem Boden geholt, was irgendwie verwendbar war.

Zurück blieben eine einmalige Haldenlandschaft und eine restlos zerstörte Natur. Nach der Wende gab es unter der Leitung unseres damaligen Landesvaters Kurt Biedenkopf, Menschen die wider jeder Vernunft an den Wiederaufbau des Ortes glaubten. Wer heute in Bad Schlema verweilt, kann sehen dass diese Menschen Recht hatten. Nach der Badführung ging es zum Frühstück ins Kurhotel. Ein Bau, der aus der guten Zeit von Bad Schlema übrig geblieben ist und nach der Wende aufwendig saniert wurde.

Der dritte Teil des Tages war eine Führung im Museum für Uranbergbau mit dem Museumsleiter Herrn Meinel. Herr Meinel erzählte viel über den Uranbergbau und die aufwendige Sanierung der Haldenlandschaft in Deutschland. Wir erfuhren auch, dass kein Land der Welt so umweltbewusst die Schäden des Uranbergbaus beseitigt wie die Deutschen das tun.

Wir sahen eine Film über die schwere Arbeit der Bergleute, erhielten Wissen über die Schneeberger Krankheit und die Motivation der Bergleute dieser schweren Arbeit nachzugehen. Mit einem Geigerzähler konnten wir dann den Atomen bei der Arbeit zuhören.

Es war alles in allem ein gelungener Tag mit viel Informationen über unsere Heimat. Vielen von uns ist bewusst geworden, wie wichtig es ist unser kulturelles und geschichtliches Erbe zu pflegen und an die Jugend weiter zu geben. Gerade jetzt, wo unser Erzgebirge in die UNESCO Weltkulturerbe Liste aufgenommen wurde, sollten wir uns unserer Verantwortung klar werden.

Wir danken allen für diesen gelungenen Tag.

S.Breiter